Maria, die Erbarmende

In "Christ in der Gegenwart" 18/2022 las ich über die bekannte Ikone "Maria, die Erbarmende" auch Wladimirskaja genannt.

Es hat mich im Zusammenhang mit den jetzigen Turbulenzen im Osten Europas sehr bewegt. Einiges Weniges will ich hier mit euch teilen.

Der Typ dieser Ikone ist seit dem 7. Jh. bekannt: Schauen Sie selbst: liebevoll schmiegt sich das Kind an die Wange der Mutter - sie umfängt es ... Die beiden Gesichter ... Obwohl Ikonen immer stark stilisieren, ist die Darstellung sehr menschlich, warm.

Von Konstantinopel über Kiew nach Wladimir und dann Moskau

Diese Darstellung ist auch wegen der Geschichte bedeutungsvoll. Zuerst taucht sie in Konstantinopel auf und soll vor Feinden beschützen. RUS - Ruderer, Wikinger, - drangen damals vom Norden her bis nach Konstatntinopel vor.  Sie gründeten Siedlungen wie Kiew und Moskau. Die Kiewer Rus hatte 988 unter Fürst Wladimir dem Heiligen das Christentum in seiner griechisch-orthodoxen Form angenommen" (CIG 18/2022, S. 10). So kamen auch Ikonen ins Land.

Diese Muttergottesikone - x-mal wieder kopiert und im gleichen Stil gemalt, - wurde 1155 aus Kiew nach Wladimir gebracht und zwei Jahrhunderte später von da nach Moskau, wo sie noch heute ist. Sie heisst daher auch die Wladimirskaja.
Warum also sollte zwischen diesen Verwandten Völkern Krieg sein?

Wir beten:

Heilige Mutter Gottes des Erbarmens,
du kennst die Russen und die Ukrainer und die Belarussen,
bitte heute und alle Tage für DEIN Land, für Kiew, für Moskau, für alle, die jetzt an den Schalthebeln sitzen.
Erbitte der Welt Frieden.

 

(Mai 2022)
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